Frühlingsputz in der Kommunikation

Kommunikationsarbeit braucht neben Ideen und Engagement auch den Mut zu Analyse und klaren Entscheiden.

Kommunikationssysteme tendieren wie alle Bereiche einer Organisation zu gewachsenen Strukturen. Man tut Dinge, weil man sie immer gemacht hat, lässt anderes weg, weil es nie ein Thema war, gewöhnt sich an Begriffe und Erklärungen, an die Arbeit für die üblichen Zielgruppen.
Irgendwann kommt der Moment, in dem dieses System den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Es ist aufwändig und erst noch ineffizient geworden - Zeit für einen Frühlingsputz.
Dafür eignen sich als Ausgangspunkt zwei Fragen:

1. Was wollen wir mit der Kommunikationsarbeit erreichen?
2. Wen wollen wir erreichen?

Diese Fragen sind geklärt? Dann geht es dem Ist-Zustand an den Kragen: Was machen wir heute? Was davon funktioniert? Was harzt? Alles kommt auf den Tisch: Der vergessene Insta-Account, die halbherzigen Weihnachtskarten, der You-Tube-Channel und das Mitgliedermagazin, die Website, die Inserate, der Tag der offenen Tür und die Medienmitteilungen. Auch das Corporate Design und der Kommunikationsstil müssen auf den Prüfstand. Was dient den Zielen? Was verschlingt Ressourcen ohne viel Wirkung? Wo liegen Chancen brach? Klickzahlen, Bestellungen, Downloads, Followerentwicklung, Subscribes, Kundenmeinungen, Feedbacks und ehrliche Selbstkritik spielen bei der Analyse zusammen.
Nach der Auslegeordnung ist es Zeit zu handeln: Ob “Kill your Darling”, ein besseres Contentmanagement, ein neuer Kanal oder einen komplett neuer Massnahmenmix - natürlich in Abstimmung mit dem Kommunikationskonzept und den Unternehmenszielen.

Nach dem Update wird sich die Kommunikationsarbeit anfühlen wie die Wohnung nach dem Frühlingsputz: Wunderbar frisch und aufgeräumt!
Putzequipe verstärken? Schlosswort unterstützt auch dabei gerne.

Corinne Roth